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Klaus Roth

Wie alles begann und heute ist

Gegründet wurde das Knofl Theater 1977 im Fahrwasser der Psychiatriereform in der heutigen LVR Klinik Langenfeld. Gründungsmitglieder waren unter anderem Klaus Roth, Joachim Hülsen und Michael Hülsen.

Im Vordergrund stand die Verabreitung des psychiatrischen Alltags aus Sicht der in der Psychiatrie Tätigen und der Patienten. Dies geschah in Form kleinerer und größerer Szenen, die zum Teil noch während der Auftritte weiter bzw. neu entwickelt wurden. Nach den Aufführungen wurden die Mitglieder des Knofls oft auch zu Podiumsdiskussionen eingeladen, um die aufgeführten Szenen noch näher zu erläutern.

Das Knofl führte aber auch abendfüllende Theaterstücke in Langenfeld auf, deren Premiere immer vor den Patienten der Klinik stattfand - natürlich kostenfrei.

An dieser Stelle muss Klaus Roth genannt werden, ohne den es das Knofl Theater letztlich heute nicht geben würde. Mit seiner, manchmal sehr ins exotische abgleitenden, Kreativität, seinem unerschöpflichen Glauben an die Macht des Theaters und seiner exzentrischen, aber sehr einnehmenden Art, leitete er das Knofl Theater erfolgreich bis zu seinem Tod im Jahre 2005. Seine letzte Rolle war die des sterbenden Hölderlins in "Da ich ein Dichter war", die er noch 2005, wenige Monate vor seinem eigenen Tod, spielte. Ein krönender Abschluss für ein erfülltes Theaterleben.

Obwohl uns sein Tod schwer getroffen hat, haben wir weiter gemacht. Wie heißt es so schön: "Er hätte es so gewollt".
Aber nicht nur er. Wir haben das Beste draus gemacht und nicht nur weitergemacht, sondern auch mit einigen Traditionen gebrochen. So gibt es heute nicht mehr nur Mitglieder, die im sozialen Bereich tätig sind. Dies war kein bewusster Bruch, hat sich aber letztlich so ergeben. Wir sind seit einigen Jahren weg von der reinen Improvisation hin zum geschriebenen Dialog für jede Szene. Auch die Moderationen, früher eher reine Ansagen, wurden zu eigenständigen Stücken, die heute für jede Veranstaltung neu geschrieben werden. Ein sehr spannendes Novum sind die Schauspielübungen, die wir seit letztem Jahr regelmässig vor den Proben machen und die eine Inspiration für neue Szenen darstellen.

Alles in allem bleibt es spannend und immer neu. Nur eines ist über die ganzen Jahre geblieben: Das Knofl ist und bleibt ein chaotisches Durcheinander.